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Zwei MCI-Forscher zu Junior-Fellows der Gesellschaft für Informatik ernannt

Mit der Auszeichnung als Junior-Fellows ehrt die Gesellschaft für Informatik (GI) jedes Jahr Menschen, die sich bereits in jungen Jahren durch außerordentliche Leistung, herausragendes Engagement oder kreative Projekte einen besonderen Ruf in der Informatik-Community verdient haben.

Im Jahr 2025 werden von der GI wieder vier neue Junior-Fellows ernannt - darunter zwei Wissenschaftler aus dem Bereich MCI:

Thomas Kosch: Aufklären und kritisch hinterfragen

Prof. Dr. Thomas Koschs Forschung konzentriert sich auf die Entwicklung von intelligenten und vertrauenswürdigen Technologien sowie auf die Untersuchung, wie künstliche Intelligenz menschliche Entscheidungen und kognitive Verzerrungen während der Interaktion mit Computerschnittstellen herbeiführen kann. Er erwarb seinen Bachelor- und Masterabschluss in Software Engineering und promovierte anschließend im Feld Mensch-Computer-Interaktion. Derzeit leitet er eine Forschungsgruppe zur Mensch-Computer-Interaktion an der Humboldt-Universität zu Berlin. Als GI-Junior-Fellow möchte er sich dafür einsetzen, das Bewusstsein für die gesellschaftlichen Auswirkungen von KI zu schärfen und die Öffentlichkeit über die Einflüsse von KI aufzuklären.

Thomas Kosch: „Ich möchte den öffentlichen Dialog über verantwortungsvolle KI und vertrauenswürdige Systeme vorantreiben. Es ist mein Ziel, nicht nur die technologischen Chancen zu erforschen, sondern auch ein kritisches Bewusstsein für kognitive Verzerrungen durch KI in der Gesellschaft zu schaffen.“

Vera Schmitt: Vertrauen in Mensch und Maschine

Dr. rer. nat. Vera Schmitt forscht als Leiterin der Forschungsgruppe XplaiNLP an der Technischen Universität Berlin an der Schnittstelle von Natural Language Processing (NLP), erklärbarer KI (XAI) und Mensch-Computer-Interaktion (HCI). Der Fokus ihrer Arbeit liegt auf der intelligenten Entscheidungsunterstützung für komplexe Szenarien, insbesondere bei der Erkennung von Mis- und Desinformation sowie in der medizinischen Diagnostik. Als Junior-Fellow möchte sie den Austausch zwischen den Disziplinen stärken, um KI-Systeme zu entwickeln, die durch Erklärbarkeit und Human-in-the-Loop-Ansätze eine effektive und nachvollziehbare Mensch-Maschine-Kollaboration ermöglichen.

Vera Schmitt: „Ob bei der Flut an Informationen im Netz oder bei kritischen Diagnosen in der Medizin – KI-Systeme können uns helfen, bessere Entscheidungen zu treffen. Doch ihr volles Potenzial entfalten sie nur, wenn wir ihre Vorschläge verstehen und ihnen vertrauen können. Im Rahmen des Junior-Fellowships möchte ich den Dialog zwischen Entwicklerinnen, Anwenderinnen und der Gesellschaft fördern, um sicherzustellen, dass KI als verlässliches Werkzeug dient, das den Menschen befähigt und nicht entmündigt.“

 

-> Mehr zur Auszeichnung und weiteren Junior-Fellows.

https://gi.de/meldung/junior-fellows-2025