Fachbereich Mensch-Computer-Interaktion (MCI)


Fachgruppe Software-Ergonomie

Unter dem Stichwort Software-Ergonomie hat sich seit 1983 ein interdisziplinäres Forschungsgebiet etabliert, das sich mit der benutzerorientierten und aufgabenzentrierten Gestaltung der Mensch-Computer-Interaktion befasst. Dabei hat sich gezeigt, dass Fragen der Systementwicklung und -gestaltung aus der Perspektive sowohl der Informatik als auch der Psychologie und der Arbeitswissenschaft behandelt werden müssen. Im Bereich Informatik weist die Software-Ergonomie Berührungsflächen zur Softwaretechnik und Computergrafik auf. Die Arbeit der Fachgruppe ist auf eine Vielfalt von Themenstellungen ausgerichtet, die sich im wesentlichen dadurch auszeichnet, dass die Ergebnisse für die Weiterentwicklung der folgenden Fähigkeiten und Kenntnisse nützlich sind:

  • Die Software-Entwicklung als Teil der Arbeits- und Organisationsgestaltung zu verstehen;
  • die Erfordernisse von Arbeitssituationen zu erkennen und beim Systementwurf zu berücksichtigen;
  • Arbeit und Aufgaben von Benutzern zu analysieren und zu beschreiben;
  • eine angemessene Mensch-Rechner-Funktionsteilung festzulegen;
  • gebrauchstaugliche Mensch-Rechner-Interaktionen zu gestalten;
  • menschengerechte Kommunikation und Kooperation mittels Technik zu gestalten;
  • Software-Produkte hinsichtlich ihrer aufgabenangemessenen Funktionalität und menschengerechten Handhabung zu bewerten;
  • Systementwicklungsprozesse mit Blick auf Benutzeranforderungen zu organisieren;
  • den Kooperationsprozess zwischen BenutzerInnen und EntwicklerInnen zu fördern;
  • Systeme so einzuführen, dass Behinderungen oder Belastungen für die Betroffenen gering gehalten werden und niemand in seinen Rechten beeinträchtigt wird.

Ziele und Aufgaben

Die Fachgruppe "Software-Ergonomie" ist eine Interessengemeinschaft und Interessenvertretung all derjenigen Personen, für die die Mensch-Maschine-Schnittstelle einen wichtigen Stellenwert bei der Gestaltung interaktiver Systeme hat, einschließlich der vom System bereitgestellten Anwendungsfunktionalität.

Begriffe wie "Benutzungsfreundlichkeit", "Aufgabenangemessenheit", "benutzerorientierte und aufgabenzentrierte Systementwicklung", "leichte Erlernbarkeit", "kognitive Aspekte der Mensch-Maschine-Interaktion" etc. spielen hier eine große Rolle.

Das interdisziplinäre Gebiet der Software-Ergonomie ist bisher an den Universitäten und Hochschulen nur stellenweise ein eigenständig etabliertes Forschungs- und Lehrgebiet. Als beteiligte Disziplinen sind Informatik, Psychologie, Arbeitswissenschaft und Design zu nennen.

Die Fachgruppe "Software-Ergonomie" hat die Aufgabe, Forschung, Lehre, Fortbildung und Anwendungsentwicklung in Hochschulen, Großforschungseinrichtungen und in der Industrie mit der Zielrichtung der menschengerechten Gestaltung von Mensch-Maschine-Schnittstellen zu fördern.

Leitungsgremium

  • Dr. Friedrich Strauß, Landeshauptstadt München, Sozialreferat (Sprecher)
  • Prof. Dr. Karsten Nebe (Stellv. Sprecher)
  • Prof. Dr.-Ing. Markus Dahm, FH Düsseldorf
  • Holger Fischer, M.Sc., C-LAB Paderborn
  • Prof. Dr. Andreas M. Heinecke, FH Gelsenkirchen
  • Prof. Dr. Thomas Mandl, Universität Hildesheim
  • Prof. Dr.-Ing. Gerrit Meixner, HS Heilbronn

Kontaktadresse

Dr. Friedrich Strauß
Sozialreferat, S-Z-dIKA
Landeshauptstadt München
Orleansstr. 50
81667 München

Tel.: 089 233-49458
Fax: 089 233-60365